Salsa Cubana
Salsa Cubana, auch als „Casino“ bekannt, hat ihren Ursprung in den alten Casinos von Havanna, wo sie erstmals getanzt wurde. Dieser kubanische Stil unterscheidet sich von anderen Salsa-Stilen vor allem durch sein elegantes Tanzen im Kreis, seine vielfältigen Drehungen und Figuren. Diese Elemente stammen hauptsächlich aus traditionellen Tänzen wie Son, Cha-Cha-Chá und Mambo, ergänzt durch Einflüsse aus dem Rock’n Roll.
Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus auch die Timba, eine energiegeladene Mischung aus traditionellen kubanischen und afro-kubanischen Tanzelementen, die durch ausdrucksstarke Körperbewegungen geprägt ist. Typische Bestandteile aus der Rumba und dem Afro fließen in den Cuban Style ein und verleihen ihm seinen unverwechselbaren Charakter.
Charakteristika der Salsa Cubana
Typisch für diesen Stil sind:
- Komplexe Figuren (auch „nudos“ – Knoten genannt) und kreative Kombinationen, die immer geführt werden. Üblicherweise übernimmt der Mann die Führung, aber auch Frauen tanzen häufig miteinander, wobei eine die führende Rolle übernimmt. Immer häufiger tanzen auch Männer miteinander, wobei einer die Führung übernimmt.
- Das Tanzpaar wechselt zwischen geschlossener und offener Tanzhaltung. Es beginnt oft mit Anfangselementen im Intro der Musik, gefolgt von Figuren und Drehungen im Hauptteil. Auch das Tanzen in offener Position mit Schrittfolgen (Pasos Libres oder Salsa Suelta) ist typisch, bevor der Tanz meist in einer geschlossenen Haltung mit Schlusselementen endet.
- Raumgreifende Bewegungen der Frauen, die dem Tanz Eleganz und Dynamik verleihen.
- Spontane Improvisation, die diesem Stil einen besonderen „Social-Dance-Charakter“ verleiht.
Technik und Tanzhaltung
Der Cuban Style zeichnet sich durch zwei Grundschritte aus:
- Der geschlossene Grundschritt, bekannt als „pa’ti pa’ mi“ oder paso básico.
- Der offene Grundschritt des Mannes, genannt „marcar“ oder „guapea“.
Während der Figurenführung bewegt sich das Paar meist im Uhrzeigersinn um sich selbst, wobei der Mann die zentrale Position einnimmt und die Frau außen herumgeführt wird. Die Figuren enden oft mit einem „dile que no“ oder einer seiner Varianten, einem runden Platzwechsel gegen den Uhrzeigersinn.
Tempo und Musikalität
Salsa Cubana wird typischerweise „auf 1“ (im Tempo/tiempo) getanzt, während Tänze wie Son und Cha-Cha-Chá „auf 2“ (contratiempo, oder 4 & 8) getanzt werden. Viele kubanische Salsa-Lieder kombinieren Elemente aus Salsa und Son, wodurch Tänzer die Möglichkeit haben, flexibel zwischen Tiempo und Contratiempo zu wechseln und sich optimal der Musik anzupassen.